Der QR-Code — Aufbau, Kapazität und Einsatz

Der QR-Code ist das bekannteste 2D-Format der Welt — vom Restaurant-Tisch bis zum Zahlungsvorgang. Dieser Steckbrief erklärt, wie er aufgebaut ist, wie viel er speichert und warum er so robust gegen Beschädigung ist.

Typ
Zweidimensionaler Matrixcode
Datenkapazität
bis ~3.000 Zeichen (alphanumerisch)
Fehlerkorrektur
4 Stufen (L, M, Q, H)
Ruhezone
mindestens 4 Module ringsum
Erkennung
3 Findermuster in den Ecken
Typischer Einsatz
Marketing, Zahlung, Tickets, Verpackung

Aufbau: Module, Findermuster und Ruhezone

Ein QR-Code besteht aus einem Raster kleiner Quadrate, den Modulen. Ihre Anordnung in Hell und Dunkel kodiert die Information. Drei auffällige Quadrate in den Ecken, die Findermuster, verraten dem Scanner Lage und Ausrichtung des Codes — deshalb lässt er sich auch schräg oder gedreht auslesen. Rund um den Code liegt die Ruhezone, ein heller Rand von mindestens vier Modulen Breite, der den Code vom Hintergrund abhebt.

Datenkapazität und Versionen

QR-Codes gibt es in vierzig Größenstufen, den sogenannten Versionen. Version 1 ist ein Raster aus 21 × 21 Modulen, jede weitere Version fügt vier Module pro Seite hinzu. Je mehr Daten Sie unterbringen, desto höher die Version und desto feiner das Muster. In der Praxis gilt: Ein kurzer Link ergibt einen groben, gut scanbaren Code; ein sehr langer Text erzeugt ein dichtes Muster, das größer gedruckt werden muss.

Fehlerkorrektur macht ihn robust

Ein wesentliches Merkmal ist die eingebaute Fehlerkorrektur nach dem Reed-Solomon-Verfahren. Sie fügt Redundanz hinzu, sodass der Code selbst dann noch lesbar bleibt, wenn ein Teil verschmutzt, zerkratzt oder von einem Logo überdeckt ist. Es gibt vier Stufen:

  • L — rund 7 % der Fläche wiederherstellbar
  • M — rund 15 %
  • Q — rund 25 %
  • H — rund 30 %

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Wie Sie die richtige Stufe wählen und dabei Platz für ein Logo gewinnen, erklärt der Ratgeber zur Fehlerkorrektur.

Typische Einsatzgebiete

Wegen seiner hohen Kapazität und Robustheit ist der QR-Code das Allzweckformat für den Kontakt zwischen Print und Digital: Plakate und Flyer, Speisekarten, Zahlungsvorgänge, Event-Tickets, Produkt­­­ verpackungen und Visitenkarten. Für sehr kleine Flächen oder spezielle Branchen gibt es kompaktere oder spezialisierte Alternativen wie den Micro-QR oder den Data-Matrix-Code.

Häufige Fragen

Wofür steht die Abkürzung QR?

QR steht für „Quick Response“ (schnelle Antwort). Der Code wurde so gestaltet, dass er sich sehr schnell und aus verschiedenen Winkeln auslesen lässt.

Wie viele Daten passen in einen QR-Code?

Das hängt von Version und Fehlerkorrektur ab. In der Praxis sind einige hundert bis wenige tausend Zeichen möglich. Je mehr Daten, desto feiner das Muster — und desto größer sollte der Code gedruckt werden.

Warum funktioniert ein QR-Code noch, wenn er teilweise verdeckt ist?

Wegen der eingebauten Fehlerkorrektur. Je nach Stufe lässt sich ein Teil der Fläche wiederherstellen, sodass ein kleiner Kratzer, Schmutz oder ein zentrales Logo den Scan nicht verhindert.

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